Langer Weg

Ich habe zwischenzeitlich überlegt, ob ich drüber bloggen sollte, habe mich aber immer dagegen entschieden. Manchmal kam ich mir nämlich nicht wirklich ernstgenommen (oder überempfindlich vor).

Ich fange mal von vorne an… letztendlich angefangen hat das Ganze glaube ich im November 2011. Milow kratzte sich häufig an den Seiten etwas hinter den Vorderpfoten. Erst dachte ich mir nichts dabei, aber es war dann doch häufiger als für mein Gefühl normal war und teilweise auch recht intensiv.

Da ich sowieso zur Tierheilprakterin wollte, um ihn auf Futtermangel per Speichelprobe untersuchen zu lassen, war ich erstmal nicht beim normalen Tierarzt, die war schließlich auch mal einer und außerdem glaubte ich auch nicht an etwas Großes.

Naja, die THP hatte dann nach der Untersuchung (sie hat ja mit dem Speichel eine ganze Latte von Dingen -u.a. auch Allergien- untersucht) hatte sie dann Milows Geschirr im Verdacht, da ich es nie sooo fest gezogen habe und es somit ein bißchen hin- und herrutschen konnte (von links nach rechts) und das eben genau die Stellen waren, wo er sich kratzte. Außerdem schien er empfindlich an den Stellen zu sein, auch wenn nichts gerötet war. Naja, schien mir einigermaßen nachvollziehbar und somit besorgte ich mir wieder ein maßgeschneidertes Geschirr bei blaire.de. Ein wenig abgewartet, aber das Kratzen ließ nicht nach – eben nur an diesen beiden Stellen.

Flöhe habe ich natürlich als erstes ausgeschlossen und achte da sowieso immer drauf.

Nachdem es dann nach ein paar Wochen immernoch nicht besser war, war ich dann also doch beim TA und fühlte mich da das erste Mal nicht ernstgenommen. Es wurde mit dem Flohkamm durchgekämmt und alles mögliche optisch an ihm untersucht. Es wurde nichts außergewöhnliches festgestellt. Ich weiß nicht wieso, aber ich bin an dem Tag unverrichteter Dinge wieder gefahren. Wahrscheinlich weil ich ratlos war.

Die THP hat mir dann auf Nachfrage telefonisch ein paar Schüßlersalze geraten, die gut auf die Haut wirken sollen, da er ja an den Stellen auch empfindlich reagiert hatte. Also wieder ausprobiert über 2 Wochen, aber weder positive noch negative Veränderung.

Langsam war ich echt ratlos und er tat mir schon leid, wenn er sich ab und zu so dolle kratzte. Ab da fiel mir auf, dass es eigentlich nur war, wenn wir zuhause waren. Vornehmlich morgens direkt nach dem Aufstehen.

Nun gut, um Milbenbefall auf jeden Fall ausschließen zu können, wurde noch eine kleine Blutprobe auf eine bestimmte Milbensorte untersucht und ein Hautgeschabsel an der Stelle genommen und ebenfalls untersucht. Alles negativ. Und er kratzte sich weiter. :-(

Nach einem erneuten Telefonat (aufgrund der Entfernung) mit der THP, kamen wir noch auf zwei mögliche Dinge. (ich muss sagen, die Beratung war echt super und vor allem merkt man, dass sie komplett anders denkt als so ein “handelsüblicher” praktischer Tierarzt)

Eins davon war meine Erinnerung, dass ich irgendwann das Waschmittel gewechselt hatte. Ich hatte vorher zwar auch schon eines mit “integriertem” Weichspüler, aber habe dann auf eine ähnliche andere Sorte gewechselt. Also war der nächste Versuch ein Waschmittel ohne Weichspüler zu verwenden, könnte ja gut sein, es gibt genug Menschen, die auf sowas reagieren, wieso nicht auch Hunde?!

Der zweite Tipp von ihr war, ob ich Fleecedecken zuhause einsetze. Klar! Sind ja günstig (Ikea lässt grüßen), schnell gewaschen und getrocknet und zur Not schnell und problemlos entsorgt. Sie meinte, sie hätte letztens einen Hund gehabt, der durch diese statische Aufladung, die durch das Berühren entsteht, auch mit der Haut reagiert hätte. Da fiel mir dann auch direkt Milow Winterjacke ein, die hat ja auch ein Fleecefutter und ihm stehen beim Ausziehen immer die “Haare zu berge”. ;-)

Ich habe also nun ein anderes Waschmittel und seit Ende letzter Woche auch keine Fleecedecken mehr im Einsatz. Habe wie wild gewaschen am WE und hoffe, dass es nun langsam besser wird. Das kann wohl ggf. 4-6 Wochen dauern.

Manchmal habe ich mich gefragt, ob ich zu empfindlich bin, aber nachdem das Fell sich an den Stellen schon langsam veränderte (Haut immernoch normal), bestätigt mich das eigentlich und es muss sich was ändern.

Futterallergien haben wir vorerst ausgeschlossen, denn dann müsste er sich tagsüber immer so kratzen und nicht nur zuhause.

Schimmel habe ich (zumindest offensichtlich) hier nicht, aber das hat sich ggf. ja mit dem Umzug eh erledigt.
Vielleicht ist es ja auch nur eine empfindliche trockene Haut wegen der Heizungsluft, würde ja zeitlich auch zusammenpassen und müsste dann bald besser werden.

Ich hoffe es jedenfall, der kleine Mann tut mir jedesmal leid. :-( Ich denke aber das kriegen wir schon in den Griff. Solange es nur solche “Kleinen Zipperlein” sind ;-)

360 Leser Wuff!

Bine

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2 Antworten to “Langer Weg”

  1. Er kratzt sich hintern den Vorderpfoten, also irgendwo in der Rippengegend? Nicht in Richtung Hals? Wenn er sich irgendwo in der Gegend vom Hals kratzt dann würde ich dir empfehlen darauf zu achten ob er sich öfter als normal schüttelt, das könnte dann eine Entzündung im Ohr sein und wenn man dies nicht rechtzeitig behandeln lässt kann das böse chronisch werden.

    • Ja, an den Rippen quasi. Da wo so ein “Sattelgeschirr” sozusagen draufliegt. Am Hals oder sonstwo kratzt er sich nicht öfter als es meiner Meinung nach normal ist. Ab und zu ist ja ok. Schütteln tut er sich auch nicht übermäßig. Bei irgendeiner der Untersuchungstermine wurden auch Ohren etc. kontrolliert. Alles unauffällig. Mal abwarten jetzt.

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