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Milows Kastration, mein Fazit

Im August letzten Jahres hatte ich euch hier berichtet, dass Milow das Hormonimplantat gespritzt bekommen hat, sozusagen als Probelauf für eine eventuelle richtige Kastration. Bei irrereparablen Dingen bin ich ja immer sehr entscheidungsscheu und da passte mir das natürlich sehr gut, dass man mit diesem Hormonchip das einmal testen kann, ob und wie Milow sich ggf. verändert.

Die Fakten waren ja damals, dass er zb aggressiv gegenüber anderen Rüden war. Das war teilweise so schlimm, dass er dann quasi in einem Tunnel war und ihn da nichts rausholen konnte, bis man außer Sicht- und Reichweite des anderen Hundes war. Bei Hündinnen und kastrierten Rüden war es kein Problem.
Außerdem hatte er eine permanente Vorhautentzündung, was wohl daran lag, dass er draußen recht häufig an Pipi-Stellen rumgeleckt hat. Kennt ihr dieses „Zähneklappern“ bei Rüden, wenn die etwas gaaaaanz Tolles riechen? Das hat er dann auch gemacht. 😉
Das einzige „Problem“, was man vielleicht durch spezielles Training hätte verbessern können, war seine Aufmerksamkeit draußen. Er war…wie soll man das beschreiben? Die meiste Zeit mit seinem Kopf woanders, würde ich es nennen. Ob nun Hündinnen, irgendwelche anderen Tiere oder sonstwas. Irgendwie war er immer abgelenkt.
Etwas, dass mich persönlich sehr gestört hat, war sein STÄNDIGES Markieren. Ok, meine Eltern hatten auch immer Rüden und ich weiß natürlich, dass die markieren. Aber bei ihm war es zum Schluß so schlimm, dass man wirklich keine 3m weit kam, bis er wieder einen Tropfen abdrücken wollte. Also an ein einigermaßen normales Spazierengehen war nicht zu denken.

Jetzt habe ich die Hauptgründe – eigentlich auch der Wichtigkeit nach – aufgeschrieben.

Und ja, was soll ich sagen. Nachdem der Chip ca 6 Wochen „drin“ war, ließen alle diese Dinge nach bzw. waren ganz weg. Die Vorhautentzündung war sogar schon nach 1-2 Wochen komplett weg seitdem.

Daher hatte ich mich ja entschieden ihn während der Wirkzeit kastrieren zu lassen und im Dezember war es dann soweit, weil es urlaubsmäßig gut passte.

Ich habe ihn jetzt bei einem anderen TA kastrieren lassen, weil dieser eine Gasnarkose einsetzt und die ist vom Körper besser wieder abbaubar und besser dosierbar.
Das Schlimmste nach der Kastration war es ihn ruhig zu halten, denn es ging ihm schon am Abend des OP Tages wieder richtig gut. Aber natürlich musste die Wunde erst gut verheilen. So ab dem 4. oder 5. Tag gab es dann wieder etwas mehr Action, was nicht geschadet hat. Beim Fädenziehen wurden wir gelobt, weil er gar nicht an die Naht gegangen ist und es super verheilt war.
Ich habe ihm übrigens nach der OP für 1 Woche Arnica Globuli in zwei verschiedenen Potenzen gegeben, das sollte die Wundheilung unterstützen. Den Tipp gab es von unserer Tierheilpraktikerin und ich glaube, dass es auch etwas geholfen hat.

Die Kastration ist mittlerweile fast 5 Wochen her und -wie erwartet- hat sich bei ihm gar nichts weiter verändert. Weder positiv noch negativ. Aber ich hatte auch nichts anderes erwartet, denn hormonmäßig hat sich jetzt ja nicht mehr viel geändert zu der durch Chip kastrierten Zeit.

Letztlich bin ich super froh, dass ich erst diesen Probelauf gemacht habe, auch wenn es natürlich Geld gekostet hat. Aber so eine Kastration bringt ja auch körperliche Veränderungen (Hormone haben ja auf viele Dinge im Körper Einfluss, da gibt es ja tausende Bücher, die man zum Thema lesen kann), die nicht immer positiv sind.
Wenn ich mir vorstelle, ich hätte ihn direkt richtig kastrieren lassen und an den genannten Punkten hätte sich überhaupt nichts geändert… Ich glaube ich hätte mir ziemliche Vorwürfe gemacht, warum ich ihm das angetan habe. Schließlich kann man da nix mehr „zurückdrehen“.
Es heißt ja in den schlauen Büchern häufig, dass gewisse Verhaltensweisen (zb das Pöbeln und Markieren) auch sozusagen „antrainiertes“ Verhalten sein und bleiben können. Das soll heißen, wenn der Hund das lange so gemacht hat, ändert auch die Hormonveränderung nichts mehr daran, weil er sich das sozusagen so angewöhnt und verinnerlicht hat. Klingt sinnig und ist ja bei uns Menschen ähnlich (wenn man sich erstmal etwas Schlechtes angewöhnt hat…).
Was sich übrigens überhaupt nicht verändert hat ist seine Reaktion auf eine läufige Hündin. Da fängt er immernoch an „zu singen“ wie vorher, wenn wir einer begegnen. Sein Interesse an Hündinnen generell (nicht läufige) war vorher aber ja auch nicht besonders ausgeprägt gewesen und dabei ist es jetzt auch geblieben. Mittlerweile kommt er mit (fast) allen Hunden gut klar. Er hat so seine 2 „Feinde“ im Ort 😉 , wobei das meiner Meinung nach eher am Aussehen/der Art der Hunde liegt- aber das ist eine andere Geschichte. 😉

Ich bin jedenfalls super happy so wie es jetzt ist und würde es immer wieder so machen. Was sind schon knappe 75€, wenn es meinem Hund dann hilft eine eventuelle Fehlentscheidung meinerseits zu vermeiden? Das Geld sollte man wohl noch überhaben für seinen Schatz. <3

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  2 comments for “Milows Kastration, mein Fazit

  1. 17.01.2013 at 19:06

    Sehr interessant zu lesen 🙂
    Ich vermute stark, dass dieses Thema auf uns hier auch noch zu kommt. Jasper ist jetzt (mit 5 Monaten) schon ein „ganz großer“ Poser und strotzt nur so vor Selbstbewusstsein. Ich werde natürlich noch abwarten, wie er sich weiter entwickelt, aber meine Prognose… nun ja… *hüstel*
    Spannend finde ich übrigens den teul mit den Kosten.. Wenn ich da an Smillas OP denke.. Aber Okay, die Hündin wird ja auch umfangreicher operiert bei einer Kastration.

    Liebe Grüße
    die Tippse 😉

    • Bine
      17.01.2013 at 19:25

      Milows kastration hat bei dem anderen Ta 130 Euro gekostet Ca. Ich habe ja noch seine Zähne reinigen lassen in dem Zuge und habe Ca 180 Euro bezahlt. Bei unserem normalen Ta wäre die kastration knapp 50 Euro teurer gewesen. Kastration bei ne hündin kostet hier ungefähr 400Euro.
      Selbstbewusst ist milow überwiegend auch. Aber wenns drauf ankommt eher zurück haltend.
      Du solltest eh abwarten bis er wenigstens ausgewachsen ist. Und ne kastration ist ja kein wundermittel. Frag mal Nina von sternchenwelt.de, dort hat kastration nämlich nix geholfen was das poser -gehabe angeht. Und sie hat es vorher leider nicht ‚ausprobiert‘ bei ihrem hundi .

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