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Schilddrüse beim Hund

Ich habe ja selbst eine Schilddrüsenunterfunktion und hätte nicht gedacht, dass ich mit sowas bei Milow mal in Berührung kommen würde.

Nun habe ich letzte Woche ein großes Blutbild (Fachbegriff Geriartrisches Profil) beim TA machen lassen, einfach um zu wissen, ob mit meinem Schatz alles i.O. ist. Hauptsächlich wegen der Barferei, aber sowas schadet generell nicht es regelmäßig zu machen.

Das Blutabnehmen an sich (wovor ICH am meisten Bedenken hatte, dass er das so mit sich machen lässt) war eigentlich kein Problem. Er war für seine Verhältnisse etwas jämmerlich dabei, aber brav. 😉

Am nächsten Tag konnte ich anrufen, um die Ergebnisse zu erfahren. Alles soweit supi, BIS AUF einen Schilddrüsenwert, nämlich T4, welcher viel zu niedrig war. Bei diesem Labor liegt der Referenzbereich zwischen 1 und 4 und Milows Wert lag bei 0,7.
Also wurde der TSH Wert nochmal nachgefordert und am nächsten Tag erfuhr ich, dass dieser bei 0,05 liegt (bei diesem Labor ist alles kleiner 0,5 im Normalbereich).

Nun gut, TA vermutet, dass es eine subklinische SDU (Schilddrüsenunterfunktion) ist, das heißt, durch Futter, Stress oder andere äußere Faktoren hervorgerufen. Medikamente bekommt er nicht und von anderen Krankheiten gehen wir auch mal nicht aus, dafür sehen die restlichen Blutwerte zu gut aus.

Nun habe ich natürlich die glorreiche Aufgabe nochmal den Futterplan zu checken. Das seltsame ist, der letzte Speicheltest (im November 2013) war Schilddrüsenmäßig noch unauffällig. Hat sich seit dem etwas verändert?

Hm. Milow ist ja schon immer etwas hektisch und leicht gestresst, sowas kann diesen Wert halt auch drücken. Seit letztem Sommer trainieren wir etwas anders, allerdings hätte ich jetzt gesagt, dass er seitdem weniger Stress haben müsste. Vielleicht war es auch der Umzug vor ein paar Wochen, der ihn etwas aus der Bahn geworfen hat? Oder die blöde Katze, die ihn morgens immer provoziert?
Was ich mir eher vorstellen könnte wären die Zusätze, die ich regelmäßig zum Futter gebe. Das könnte zeitlich vielleicht passen. Jod spiel ja auch eine große Rolle bei der Schilddrüse und vielleicht habe ich ihn irgendwie überversorgt.
Wie dem auch sei, ich werde jetzt ein kleines Tagebuch führen, was ich wie mache und ggf. ändere und dann wird in einem halben Jahr nochmal ein Check gemacht.
(ich würde auch nie aufgrund EINES Blutchecks anfangen Medikamte für sowas zu geben. Da würde ich dann lieber 1-2 Wochen später nochmal checken lassen. Die Leutchen, die das im Labor auswerten sind auch nur Menschen…)

Für alle, die es interessiert hier übrigens nochmal ein paar Infos, die ich in den letzten Tagen so ergoogelt habe.
Es ist nicht – wie beim Menschen – eindeutig an den Blutwerten abzulesen, ob der Hund eine Unterfunktion hat oder nicht. (Überfunktion bei Hunden ist selten, kommt eher häufig durch Fütterung zustande)
Beim Hund wird standardmäßig der T4 Wert im Blut gemessen, ist dieser außerhalb des Normbereiches muss weiter geschaut werden. Dann kann man noch den TSH Wert (Steuerhormon der Schilddrüse) heranziehen, ob dieser normal oder erhöht ist.

Eindeutige Symptome für eine Unterfunktion…schwierig. 😉 Es wird unterschieden zwischen klinischer und subklinischer SDU. Die Klinische würde ich als „Kind ist schon in den Brunnen gefallen“ bezeichnen. Das heißt, die Symptome sind schon sehr stark und dann meist auch eindeutig im Blut nachzuweisen.
Das sind dann ähnliche Sachen wie beim Menschen, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, schlechtes Fell, Haut- und Gewichtsprobleme.

Da es aber wie gesagt keine eindeutigen Symptome für eine SDU gibt, gibt es auch noch die subklinische SDU. Diese wird durch äußere Faktoren -wie oben beschrieben- beeinflusst.

Symptome hierzu können sein:

  • hohe Erregbarkeit/hohes Stresslevel/Hyperaktivität
  • (unprovoziertes) aggressives Verhalten
  • ängstliches/panisches Verhalten
  • Unaufmerksamkeit/schlechte Konzentrationsfähigkeit
  • Vermehrtes Hecheln
  • Offene Ohrspitzen
  • Schlechte Wundheilung
  • Untergewicht
  • Herzerkrankungen
  • schnelles frieren

Wie man sieht, eigentlich hätte jeder Hund irgendeines dieser Symptome. 😉 Natürlich muss man immer den Hund und seine Situation betrachten. Bei meinem Terrier würde Lethargie schneller auffallen, als bei einem ausgeglichenen Golden Retriever. Bei diesem würde ein hohes Stresslevel und Hyperaktivität wohl hingegen eher als seltsam auffallen als bei meinem Power-Terrier. 😉

Es gibt allerdings auch Hunderassen (zb Windhunde), die von Natur aus einen niedrigeren T4 Wert haben. Falls man solch eine Rasse zu Hause sollte man das auch bedenken – viele Tierärzte kennen sich -glaube ich- noch viel zu wenig mit Schilddrüsenproblemen beim Hund aus.

Generell ist es bei den Prognosen wohl wie bei uns Menschen. Man sagt, mit einer gut eingestellten Schilddrüsenunterfunktion kann man bzw. hund prima alt werden.

Habt ihr vielleicht auch einen Hund mit einer Schilddrüsenerkrankung?

 

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