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Hätte ich es auch gern einfacher gehabt? » Just thinking » Geld, Eltern, Studium, Spaß, Kinder, Zeit

Hätte ich es auch gern einfacher gehabt?

Vergangene Woche habe ich mich etwas geärgert. Wobei ich nicht weiß, ob eher über mich, die andere Person oder deren Kind/er.

Könnt ihr euch noch erinnern, wie das bei euch in der Jugendzeit mit Geld lief?

Ich weiß auf jeden Fall, dass ich eigentlich schon verwöhnt wurde was Wünsche und Co. angeht, aber nur im gewissen Rahmen. Meine Eltern haben schon aufs Geld geachtet und wollten vor allem nicht, dass ich es zum Fenster hinaus werfe.

Ich musste mir aber bestimmte Dinge vom eigenen Geld kaufen (zb. Musik CDs etc) bzw. Geld dazugeben, wenn ich zb lieber eine Levi´s Jeans statt einer „normalen“ haben wollte.

Ich habe mit 11 Jahren angefangen 1x pro Woche Werbeprospekte auszutragen, die ersten Jahre noch mit meinem Schulfreund zusammen. Sein Vater hat uns freitags immer dorthin gefahren zusammen mit den Bergen an Prospekten und wir haben diese dann verteilt. Hat Spaß gemacht und gab extra Geld zum ausgeben. In dem Alter ist ja auch ein kleinerer Betrag schon viel.

Später hat er dann irgendwann aufgehört und ich habe alleine weitergemacht. Es war ein guter Bezirk und es ging schnell, ich habe zwischen 1 und 1,5 Stunden gebraucht. Das habe ich durchgezogen bis ich 18/19 war. Dann hörte das so ziemlich auf, da die Prospekte zusammen mit den Wochenzeitungen verteilt wurden bzw. halt wöchentlich von der Post. Passte aber auch zeitlich, denn nach dem Abi hat man dann ja andere Zeitpläne.

Dann habe ich lange nichts nebenbei gearbeitet, nur die normale Berufsausbildung.

Mitte 20 kam ich dann durch Zufall vom Trainierenden zum Trainer im Fitness Studio und habe das fast 1,5 Jahre gemacht, bis der Betreiber des Studios gewechselt hat. Außerdem hatte ich einen Job in der IT bei einem Bekannten in der Firma. Alles immer abends oder am Wochenende, aber man weiß halt wofür man es macht und es waren ja auch immer Jobs, die mir auch Spaß gemacht haben.

Mittlerweile ist das geldmäßig nicht mehr so das Problem, aus Spaß an der Freude würde ich es immernoch machen, verbringe aber die freie Zeit lieber mit Milow. 🙂

Ich finde jedenfalls, dass ich dadurch einen guten Draht gelernt habe mit Geld umzugehen. Ich weiß wie schwer es sich verdient und wie einfach es sich ausgeben lässt. Und dass man für gewisse „Extras“, die man sich leisten will eben etwas tun muss.

Aber zurück zum eigentlichen Thema. In letzter Zeit habe ich von einer handvoll Arbeitskollegen mitbekommen, dass die Kinder bereits im Studium sind, jetzt damit anfangen oder eine Berufsausbildung machen. Im Gespräch kriegt man dann zb mit, dass es den Eltern finanziell gar nicht soooo super geht (Haus abbezahlen, neues Auto nötig etc.), sie sich aber trotzdem Gedanken (würde es fast Sorgen nennen) machen, wie sie denn den Kindern Studium, Auto und Co. finanzieren können. Einer trägt sogar morgens die Tageszeitung aus um das bezahlen zu können.

Natürlich würde ich es auch von meinen Eltern irgendwie erwarten, dass sie mich unterstützen. Aber eben nur, so weit es möglich ist. Wie kann es sein, dass ein 52jähriger Vater Zeitung austrägt und das „Kind“ NUR studiert? Klar muss man lernen fürs Studium, aber ich behaupte mal, dass da noch Zeit fürs Jobben bleibt, wenn man seinen Tag etwas strukturiert.

Erst dachte ich, dass die Kinder (der erwähnte Kollege hat 2) einfach nur verwöhnt sind, aber das gleiche habe ich halt auch von anderen gehört.
Ist das echt so gängig heute? Ich habe damals nichts zur Miete dazu bekommen als ich ausgezogen bin, schließlich hätte ich (in meinem Fall) auch zuhause wohnen bleiben können oder hätte eben ein WG Zimmer genommen statt eigener Wohnung. Aber selbst zuhause hätte ich einen Obulus abgeben müssen, als ich dann selbst Geld verdient habe.

Vielleicht ist das echt eine Erziehungsfrage, aber ich finde es selbstverständlich, dass man zuerst mal selbst versucht sich sein Geld zu verdienen und wenn das  nicht geht gibt es immernoch für solche Zwecke Bafög und Eltern. Ich finde das hat auch was mit selbstständig werden zu tun, oder?!

Naja, vielleicht kommt da auch nur der Spießer in mir durch. 😉 Oder ich bin einfach neidisch. ;-P

  1 comment for “Hätte ich es auch gern einfacher gehabt?

  1. No Go
    16.09.2014 at 14:47

    Fritzchen weint schon den ganzen Tag, weil sein kleiner Hamster gestorben ist. Sein Vater sagt zu ihm: „Als Großmutter starb, hast du doch auch nicht so geweint.“ Fritz noch immer schluchzend: „Die habe ich ja auch nicht von meinem Taschengeld gekauft.“

    Also, nach der Düsseldorfer Tabelle stehen erwachsenen Kindern zurzeit rund 700 Euro „Taschengeld“ zu… Monatlich @

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