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Wieso fahr ich eigentlich noch Autobahn?

Wieso fahr ich eigentlich noch Autobahn?

Das frage ich mich momentan fast täglich, gerade wenn ich morgens zur Arbeit fahre.

Ich habe einen Arbeitsweg von 63km, davon sind ziemlich genau 50km Autobahn (47 km A2, 2km A352). Um kurz nach 6 Uhr fahre ich jeden Morgen los und brauche dann (inkl. Milow bei der Huta absetzen) ca. 50 Minuten derzeit. Ohne Huta würde brauchte ich vorher ca. 35-40 Minuten.

Wie dem auch sei, eigentlich alles kein Problem, denn ich fahre gerne Auto und kann dabei super nachdenken und (so komisch es klingen mag) relaxen. Das einzige Problemchen sind halt die Spritkosten, naja.

Was mich aber zur Zeit ziemlich annervt sind die Geschwindigkeitsbeschränkungen. Auf 120 km/h beschränkt ist die A2 rund um Hannover ja schon seit langer Zeit, was ich auch ok finde. Auch ist fast überall mittlerweile LKW Überholverbot. Auch das finde ich gut und angemessen (wenn sich denn auch mal alle Brummis dran halten würden,aber das ist eine andere Geschichte).

In letzter Zeit finde ich aber, dass es schon fast Nötigung ist (*ggf. beliebiges anderes Wort einsetzen*), weil “sie” die Geschwindigkeit morgens gegen 6/halb 7 auf 100 und manchmal sogar 80 drosseln.

Wer ab und zu mal auf der A2 hier fährt weiß, dass sie niemals wirklich leer ist. Aber morgens um die Zeit ist sie -im Gegensatz zu tagsüber und speziell den Rush Hours- wirklich nicht voll und man könnte gut 120 km/h fahren – was die meisten aber trotzdem machen, ich geb´s auch zu.

Ich meine, wer oder was gibt denn die Tempolimits vor? Heute morgen war es nicht voller als gestern und gestern wurden 100 km/h angezeigt und heute 80 ?! Ich fühle mich manchmal echt veräppelt und bin genervt, denn auf die Strecke, die ich auf der Autobahn fahre, machen bis zu 40-50 km/h Unterschied auch zeitlich schon eine Menge aus.
Ich gebs zu, was das angeht bin ich Temposünder. Denn ich fahre bei diesen angezeigten Geschwindigkeiten einfach im Verkehrsfluss mit und der liegt immer um die 20 km/h über dem angezeigten Tempolimit.

Wenn das eine Automatik ist, die die Verkehrsdichte misst, sollte man sich mal überlegen, ob es “früher” mit statischen 120 km/h nicht flüssiger lief. Weil so, wie es momentan ist, ist es eher unfallträchtig. Viel mehr Augenmerk sollte man da auf die LKW legen, die an Steigungen keinen Abstand halten oder generell so dicht auffahren, dass man MINDESTENS 2km vor der Ausfahrt schon rechts reindrängeln muss, damit man die Ausfahrt nehmen kann.

So, sorry, das musste mal raus. Jetzt gehts mir zumindest etwas besser ;-)

Ein Traum geht in Erfüllung, ein anderer platzt?

Ein Traum geht in Erfüllung, ein anderer platzt?

Hach ja… im vergangenen Jahr ist ziemlich viel Schlechtes passiert. Erst seit meinem Umzug wird es wieder langsam besser. Ich habe mich hier in Rinteln schon mittlerweile mehr eingelebt, als in Rodenberg in den ganzen 3 Jahren und auch mit dem Handball habe ich nach fast 15 Jahren endlich wieder angefangen. Man weiß erst, wie einem etwas gefehlt hat, wenn man es mal wieder gemacht hat sage ich nur. ;-)
Naja und jetzt kam noch mein großer Traum dazu, den ich mir endlich erfüllt habe: Milow!

Alles muss sich langsam einspielen.

Blöderweise habe ich vor ein paar Tagen das Angebot bekommen, in meinem Sportverein eine D-Jugendmannschaft im Handball zu trainieren. Ich wollte ja auch schon immer Kinder trainieren! Auch ein großer Traum von mi. (am liebsten die ganz ganz kleinen)
Ich müsste also nur noch zusagen und es gebe wohl sogar auch ein paar Euro dafür.
Aber momentan lasse ich sogar mein eigenes Training zwei Mal pro Woche für Milow ausfallen, möchte aber bald wieder langsam damit anfangen.

Wenn ich allerdings die Kids auch noch trainieren würde, könnte ich alle zwei Wochen nur noch ein Mal selbst trainieren (weil es sich zeitlich überschneidet) und hätte an zwei weiteren Tagen dann noch zusätzlich Kindertraining. Das heißt, es wäre nur noch der Mittwoch (wo ja die Welpenschule ist) übrig.

Irgendwie bin ich echt traurig, denn ich werde absagen. Aber der Grund der Absage ist ja für mich ein schöner, nämlich mein kleiner Sonnenschein Milow. Ich möchte schließlich nach der Arbeit abends noch Zeit mit ihm verbringen und ihn nicht 4 Tage die Woche abends nach der Huta schon wieder zuhause alleine lassen. Das ist ja nicht Sinn der Sache.

Ein lachendes und ein weinendes Auge also – that´s life! :-)

Jedem seine Meinung

Jedem seine Meinung

Vor kurzem hatte ich ja über mein Erlebnis mit “Freunden” erzählt.

Einen ähnlichen Aha-Effekt hatte ich auch in anderer Sache. Eigentlich schon öfter, aber ich glaube in letzter Zeit bin ich da direkter als bisher.

Früher sagten meine Eltern und Lehrer immer “Sei nicht so frech!”, dabei war ich gar nicht unbedingt frech, sondern habe nur sehr direkt meine ungeschminkte Meinung gesagt.

Entweder wurde dann lange genug auf mich eingeredet *g* oder ich habe mich einfach versucht der Allgemeinheit anzupassen. Auf jeden Fall wurde mein Umgang “geschmeidiger”. Bloß nett und freundlich sein und keinem auf den Schlips treten. So fährt man am einfachsten im Leben. Trotzdem lagen mir seitdem häufig andere Ausdrücke auf der Zunge, als das, was ich letztendlich gesagt habe.

Als es mir dann vor kurzem nicht wirklich gut ging, hatte ich auch keinen Nerv mehr anderen nach dem Mund zu reden und bin wohl unbewusst wieder in die damalige Art (die wohl immer in mir schlummerte) zurückgefallen. Die Bine, die einem direkt ins Gesicht sagt, dass er “Scheiße labert” und nicht à la “Meinst du, dass das so stimmt?”.

Und ich muss sagen, mir selber geht es damit besser. Ich bin irgendwie authentischer, weil ich wohl nicht mehr groß nachdenken “muss”, sondern einfach das sage, was mir durch den Kopf geht. Direkt, aber nicht beleidigend oder so. Allerdings sind manche Leute das von mir wohl nicht (mehr) gewohnt und reagieren dann beleidigt, wenn ich ihnen mal “die Meinung geige”.
Das übrigens nie ohne Grund, also nicht um meine Laune auszulassen! Keinesfalls!

Sehr schade finde ich, dass manche Leute mit (positiver) Kritik oder direkten Menschen absolut nicht umgehen können und sich sofort persönlich angegriffen fühlen.

Aber soll ich mich jetzt nur für diese Leute wieder zu dem lieben Binchen “zurückentwickeln”?
Nee Leute, damit müsst ihr euch jetzt arrangieren! Ich finde mir steht das ganz gut ;-)

Da hab ich mich wohl vertan

Da hab ich mich wohl vertan

Ich habe Freunde. Kaum vorstellbar aber wahr :-D
Zumindest dachte ich das bisher.
(Anmerkung: die/der, die sich jetzt angesprochen fühlen: schäm dich!, alle anderen: hab euch lieb :-) )

Es gibt da so einen Spruch, dass man wahre Freundschaft erst erkennt, wenn mal schlechte Zeiten vor der Tür stehen.

Das habe ich jetzt erfahren dürfen. Ich sage mal ganz allgemein, dass in den letzten paar Monaten bei mir vieles ziemlich scheiße gelaufen ist. Zu 1-2 großen “Haufen” gesellten sich ein paar kleinere Nebenkriegsschauplätze. Und wenn einen das Leben dann mal fickt…, naja, dann gleich richtig.

Eigentlich hätte ich frecherweise erwartet, dass meine sogenannten Freunde in so einer Situation ein offenes Ohr haben und für mich da sind.

So zumindest würde ich es machen und habe es daher auch so erwartet (und das ohne dass ich mir das direkt “erbettele”).

Aber stattdessen nur eine kurze Runde Mitleid (als wenn mir das geholfen hätte) und dann wieder Tagesordnung. Ich bin ja gerne seelischer Mülleimer (mal nicht negativ gemeint) und kann gerne auch mal ein paar Stunden zuhören.
Aber Leute! In der Situation, die ich euch kurz vorher erklärt habe, hätte ich dann doch etwas anderes erwartet!
Ich helfe euch gerne bei euren Problemen, aber in dem Moment hatte ich absolut keinen Bock auf eure Probleme – ich hatte nämlich meine eigenen zu verdauen! Rücksicht und Verständnis wäre nett gewesen. :whatever:

Das zog sich auch weiter so über die nächsten Wochen hin. Bine heult nicht mehr (öffentlich) und schüttet auch ihr Herz nicht mehr aus. Das heißt wohl für euch “Alles wieder  gut!”.
- WIESO? Es interessiert euch eh nicht. Und wenn, dann hört ihr netterweise kurz zu, um dann das Thema wieder auf eure Probleme oder Erlebnisse umzuschwenken.

Was ihr hättet besser machen können: zuhören, Verständnis zeigen, Rücksicht nehmen, für mich da sein und mich im Idealfall ein bißchen ablenken. Hätte ja nicht für ewig sein müssen, aber eine gewisse “Schonzeit” ist wohl ok…
Das Gleiche hättet ihr dann bei Bedarf gerne von mir zurückbekommen!

Aber so wie es jetzt war… das ist nicht das, was ich mir unter Freundschaft vorstelle. Da hatte ich mich wohl doch in euch getäuscht. :-(

Umso trauriger finde ich auch, dass ihr nur bockig und mit Abstand reagiert habt, als ich euch das so gesagt habe.

Wieso ich manchmal einen Garten vermisse

Wieso ich manchmal einen Garten vermisse

Meine ganze Kindheit, bis ich dann 18 Jahre alt war und ausgezogen bin, habe ich in einem Haus mit großem Garten verbracht.
Im Garten standen diverse Obstbäume (Apfel, Birne, Pflaume, Mirabelle, Süß-/und Sauerkirsche) auch verschiedene Sorten Salat und “Kleinobst”. Damit meine ich sowas wie Erdbeeren (mjam!), Brombeeren, Johannisbeeren in versch. Sorten und und und.

Gerade jetzt im Sommer esse ich besonders gern und viel Obst und da fehlt mir manchmal ein kleiner Garten, wo ich so Kleinigkeiten selbst “anbauen” könnte.

Ich esse zum Beispiel gern Naturjogurt/Quark mit frischen Johannisbeeren, Blaubeeren oder sowas drin. Total lecker, nur leider ist sowas im Laden recht teuer.

Was man nicht alles anpflanzen könnte. Ich habe zum Beispiel kurz nach dem Einzug ein paar Paprikasamen eingepflanzt. Ein paar in kleinen Blumentöpfen in der Küche auf der Fensterbank, bis die ersten Pflänzchen zu sehen waren. Dann habe ich ein paar in einen großen Topf draußen auf den Balkon gestellt und ein paar drinnen gelassen. Die drinnen weitergewachsenen Pflanzen sind mittlerweile vielleicht 10-15 cm maximal hoch. Die, die ich draußen eingepflanzt hab, sind doch eine Ecke größer

schon ca. 25cm hoch. Denen gefällt es draußen wohl auch besser ;-)
Eigentlich müsste ich sie auch auseinanderpflanzen, aber kein Platz :-( Mal sehen, wie die sich weiterentwickeln und ob ich tatsächlich etwas ernten kann dieses Jahr!

Unvorstellbar lange her – oder doch nicht?

Unvorstellbar lange her – oder doch nicht?

Mal wieder eine kleine Anekdote am Rande.

Letztens war ich mit meiner Ma bei Ikea, weil sie ein neues Wandregal haben wollte. Das, was mir so zu denken gegeben hat, hat sich auf dem Weg dorthin ereignet.

An dem Tag kam im Radio, dass in Hamburg die schwierigste Bombenentschärfung seit dem zweiten Weltkrieg stattgefunden hat (bzw. an dem Tag entschärft werden sollte).

Irgendwie kamen wir dann darauf, dass ja immer wieder Blindgänger gefunden werden und meine Ma erzählte mir dann, dass sie in ihrer Kindheit (ca. Mitte/gegen Ende der 1950er Jahre) immer wieder Bombenkrater mit noch drinliegenden nicht hochgegangen Bomben gesehen hat. Sie hat damals in Anderten (Dorf in der Region Hannover) gewohnt und ihr Vater war Landwirt. Er hatte ihr wohl damals auch immer gesagt, dass sie auf den Wegen bleiben soll, damit sie nicht in so einen Krater fällt.
Sie meinte auch definitiv, dass man die dort drinliegenden Blindgänger teilweise trotz Pflanzenverwucherung noch erkennen konnte.

Da dachte ich nur “Hallo??”. Heute würde so ein Ding keine 5 Minuten einfach so herumliegen, wäre zumindest abgesperrt, alles umliegende evakuiert und Bombenräumkommando angeheuert. Da merkt man mal, wie unterschiedlich die Zeiten sind. Damals waren alle froh, dass sie den Krieg überlebt hatten und waren wie wild am Wiederaufbau, da war für sowas wohl keine Zeit bzw. gab Wichtigeres? Auch die Möglichkeiten soetwas zu beseitigen waren damals ja noch nicht wie heute.

Trotzdem finde ich es echt erschreckend, wenn ich mir überlege, dass ich als Kind irgendwo in der Natur spielen gegangen wäre und auf einmal so ein Ding da vorgefunden hätte. Krass. Ich bin mit meinem Alter schon so weit von dieser Zeit entfernt, dass das eigentlich wie in einem Film klingt ;-)

Das soll jetzt nicht heißen, dass ich das nicht interessant finde. Ganz im Gegenteil. Ich fand es zb immer schade, dass meine Großeltern (mittlerweile beide leider tot) selten bis gar nicht von Kriegszeiten erzählt haben. Geschichtsunterricht in der Schule ist ja das eine, aber so ein persönlicher Bericht von einem Zeitzeugen ist doch was anderes. Bei meinen Eltern (beide Mitte/Ende 1940er Jahre geboren) genauso. Das kommt immer mehr durch Zufall, dass wir auf so ein Thema kommen, wenn man mal einfach so nachfragt, kommt da nicht viel.

Schade eigentlich, auch wenn ich verstehen kann, dass es schwer ist über solche Erlebnisse zu sprechen. Aber wie soll die heutige Jugend es später mal besser machen (oder zumindest nicht die gleichen Fehler vielleicht wieder), wenn sie nie diese Gänsehaut gespürt haben, die ich immer bekomme, wenn jemand aus solchen Zeite erzählt?!

Man kann (will) sich das in der heutigen sicheren Zeit einfach gar nicht mehr vorstellen, dabei ist es im Vergleich zum Alter der Erde noch gar nicht so lange her…

Pflichtbewusstsein über alles?

Pflichtbewusstsein über alles?

Anfang der Woche war ich zum wohl ersten Mal in diesem Jahr krank. Also habe mich im Büro krankgemeldet!

Krank bzw. stark erkältet war ich Anfang des Jahres wohl schonmal, aber melde mich bei sowas eigentlich nicht krank. Scheiß schlechtes Gewissen! ;-)

Aber mal im Ernst. Vor ein paar Tagen ging es mir morgens direkt nach dem Aufwachen total schlecht. Unruhig geschlafen und morgens mit nem Schädel aufgewacht, als wenn ne Elefantenherde drübergetrampelt wäre.
Ok, erstmal aufstehen und dann mal sehen. Dann habe ich mich also fertiggemacht. Geduscht, Haare gewaschen, gefrühstückt und dann alles retour ;-) Es ging gar nicht! :-(
Bin dann nur kurz an den Laptop und hab Cheffe, Kollege und Personalfrau ne Mail geschrieben deswegen und mich abgemeldet für den Tag. Anschließend direkt mit ner Ibuprofen (ich besitze keine Kopfschmerztabletten) wieder ins Bett und auch bis nach 12 Uhr mittags durchgepennt. Danach gings dann einigermaßen (wie es die Hitze so zugelassen hat).
Das war wohl auch bei mir der Grund. Der schnelle Temperaturumschwung oder so… Kreislauf wie man ihn liebt ;-)

Im Nachhinein ärgere ich mich -wie schon so soft- dass ich mir soooo viele Gedanken mache, bevor ich mich mal krankmelde. Es kommt wirklich selten vor und eigentlich auch nur, wenn ich es schon selbstständig nicht mehr zur Arbeit schaffe ;-)
Auch wenn ich weiß, dass mein Kollege locker mal nen Tag oder zwei ohne mich auskommt (es vielleicht sogar genießt :-D ) ist mein Pflichtbewusstsein, doch zur Arbeit zu gehen, so hoch.
Andererseits weiß ich, dass es einem keiner dankt wenn man sich ins Büro schleppt und man eigentlich sowieso kaum was zu stande bringt, wenns einem so gar nicht gut geht.

Schlimm genug, dass man sich heute in manchen Fällen gar nicht leisten kann mal krank zu sein, weil man sonst vielleicht Angst um seinen Job haben muss!

Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber war es dagegen mal so, dass der Chef mich nach hause geschickt hat, weil ich gefälligst niemanden mit meiner Rüsselseuche damals anstecken sollte :-D (ok, bei Kopfschmerzen is das noch nicht so tragisch).

Wie handhabt ihr das? Schleppt ihr euch auch hin bis es gar nicht mehr anders geht? Oder seid ihr vernünftiger? ;-)

Durchschaut

Durchschaut

Bei Sari habe ich in der Vergangenheit ab und zu mal Artikel gelesen, in denen sie sich damit beschäftigt, wie man selbst auf andere wirkt und wie man sich im Gegensatz dazu selbst wahrnimmt.

Ab und an mache ich mir auch mal Gedanken um sowas. Dann fällt mir meist auf, wie ich mich in meiner Art im Gegensatz zu früher (als ich so 14,15 Jahre alt war) verändert habe.

Damals war ich wirklich ziemlich schüchtern, still und zurückhaltend, zumindest wenn ich jemanden noch nicht kannte. Ich hatte aber dennoch einen großen Freundes- und Bekanntenkreis. Wenn ich erstmal mit jemandem “warmgeworden” war, dann war ich ziemlich frech und ein Plappermaul ;-)

Was mir da glaube ich dann sehr zur positiven Entwicklung geholfen hat war meine Ausbildung. Denn dort wurde eben viel Wert auf Teamarbeit gelegt, ebenso auf selbstständiges Arbeiten und viele, viele, viele Präsentationen vor anderen (weil das ja auch Bestandteil der Abschlussprüfung ist).

Ich könnte nicht sagen, wann genau dann die Veränderung war, aber seitdem bin ich sehr aufgeschlossen und habe kein Problem mehr auf fremde Leute zuzugehen oder über irgendetwas vor (fremden) Leuten zu reden.

Wie dem auch sei. Heutzutage habe ich nur sehr selten noch so Tage/Momente, bei denen ich mich schwer tue auf Leute zuzugehen, hängt wohl aber dann mehr mit meiner Tagesverfassung zusammen.

Was sich aber seit damals auch geändert hat ist die Zusammensetzung meines Freundeskreises. Es sind deutlich weniger Leute geworden, aber die Qualität ist sozusagen eine andere. ;-)

Seltsamerweise mache ich mir um mein Auftreten und meine Wirkung anderen gegenüber bei fremden Leuten weniger Gedanken als bei meinen Freunden/Bekannten. Wobei man ja da eher davon ausgehen sollte, dass die mich als Person mögen und nicht auf Dinge (Äußerlichkeiten) achten, die ich an mir vielleicht manchmal als störend empfinde.

Ganz generell muss ich mir aber immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass es mir am Ar*** vorbeigehen sollte, wie ich auf andere wirke, solange ich mir gefalle und mich wohlfühle. Natürlich ist Voraussetzung, dass man mit sich im Reinen ist.

Man sollte viel mehr Wert darauf legen sein Leben zu genießen und auszukosten, als an solche Nebensächlichkeiten zu viele Gedanken zu verschwenden.

An Tagen, an denen ich mich nicht so gut fühle versuche ich dann dummerweise (eigentlich eher unbewusst) die Fassade aufrecht zu erhalten von der fast immer gut gelaunten, offenen, freundlichen jungen Frau, die immer ein offenes Ohr für andere hat aber selbst meist viel zu wenig aus ihrem Seelenleben preisgibt.

Warum ist das so? Naja, aus meiner Kindheit weiß ich noch, dass meine Großeltern bei unseren Besuchen immer von ihren ganzen Zipperlein erzählt haben und mich das immer genervt hat, da es fast kein anderes Gesprächsthema gab.
Ich glaube damals habe ich mir unbewusst angewöhnt, soweit es sich vermeiden lässt, über sowas nicht zu sprechen, um niemandem genauso auf die Nerven zu gehen. Das Problem ist nur, dass ich das irgendwann auch auf andere Stimmungen ausgeweitet habe und mittlerweile nur noch sehr wenig von meinen Gefühlen preisgebe.

Meist versuche ich daher es mir nicht anmerken zu lassen, wenn etwas los ist, damit keine “dummen” Fragen kommen und ich mich erklären muss wieso und warum.
Vor ein paar Tagen hat mich dann jemand (männliches) positiv überrascht als er morgens nach kurzer Begrüßung aus heiterem Himmel sagte “Was ist denn los? Deine Augen sehen so traurig aus.”
Ich war total baff, aber er hat es mir damit einfach gemacht es loszuwerden. :-)

Manche Leute haben halt doch ein gewisses Gespür für sowas und mich somit durchschaut. :thumbsup:

Es gibt nicht vieles, was ich bereue…

Es gibt nicht vieles, was ich bereue…

Aber in regelmäßigen Abständen packt mich der “blinde” Aktionismus und das Fernweh.

Was ich bereue? Ich hätte damals nach der 10. Klasse seitens meiner Eltern sicherlich die Möglichkeit gehabt ein Highschooljahr in den USA zu verbringen. Dummerweise war es auf der Realschule damals nicht gängig darüber zu sprechen, was es da für Angebote und Möglichkeiten gibt.

Nach dem Abi wollte war ich dann auch so froh über einen Ausbildungsplatz in meinem Wunschberuf, dass ich die Alternative -erstmal für ein Jahr ins Ausland zu gehen- gar nicht in Betracht gezogen habe.

Nach der Ausbildung waren dann die Lebensumstände und -pflichten schon so, dass es mir sehr viel Aufwand verbunden gewesen wäre, nun eine Auslandspause einzulegen.

Von heutzutage natürlich ganz zu schweigen. Mittlerweile hat man gewisse Dinge, die man abbezahlen muss und die eben auch Geld kosten, wenn man “außerlande” ist. Auch mal eben die Wohnung aufzugeben ist ja nicht so einfach, denn Möbel unterstellen kostet schon fast so viel wie die Kaltmiete einer kleinen Wohnung.

Und wenn man nicht gerade für den gleichen Arbeitgeber für eine Zeit lang ins Ausland geht, ist das ja auch so eine Sache für so ein Abenteuer einen sicheren, festen Job aufzugeben. Was macht man schließlich dann, wenn man wieder hier ist? Die Verpflichtungen wollen ja auch weiterbezahlt werden.

Da ich ein “sicherheitsliebender” Mensch bin, ist mir das viel zu riskant. Andererseits wäre momentan mal wieder DIE Gelegenheit dazu, sowas zu tun.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Wie komme ich eigentlich darauf?
Tja, vor kurzem hat uns ein Arbeitskollege besucht, der für die Firma erst 5 Jahre in den USA war und nun für die nächsten 5 Jahre in China. Und in der “Filiale” in China (mit immerhin knapp 100 MA) gibt es halt keine richtige IT, das versuchen andere so nebenbei mit zu machen, was natürlich mehr schlecht als recht klappt.

Ich meinte dann mehr im Spaß, dass ich mir das ja schon gerne mal so für 4-8 Wochen angucken würde. Ist auch so, würde mich schon interessieren. Für immer wäre allerdings China glaub ich nicht meine erste Wahl, auch wenn er selber sagt, dass es dort besser ist als zb in den USA.

Naja, da mein Leben derzeit ja sowieso im Umbruch ist, sage ich mal “niemals nie”. Wer weiß, was in nächster Zeit so passiert…

Habt/hattet ihr auch solche Träume und habt sie wahrgemacht?


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